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Wärmeschutzverordnung

Begriffe, die für eine Wintergartenplanung berücksichtigt werden sollten, damit es zu keinen Problemen mit der Auslegung der neuen Wärmeschutzverordnung kommt. Diese schreibt nicht mehr den K-Wert eines bestimmten Bauteils vor, sondern den K-Wert des Gesamtbauwerkes.

Es geht also um die Gebäudehüllfläche, also aller Aussenbauteile des umschlossenen, beheizten Raumvolumens inkl. Wintergarten. Da das Gesamtbauwerk deutlich unter K-Wert 1 liegen muss und ein Wintergarten dem Gesamtbauwerk zugerechnet wird, müssen auch hier die bestmöglichen K-Werte erreicht werden. Für einen ganzjährig genutzten Wintergarten ist ein Wärmeschutzglas mit einem K-Wert von mindestens 1,8-1,6 erforderlich, besser noch man verwendet Gläser mit einem K-Wert von 1,4 - 1,1.

Bei Gläsern dieser Art mit zwei Scheiben ist die Innenseite des äusseren Glases mit einer hauchdünnen Metallschicht bedampft. Diese Schicht dient zur Reflexion von Sonnen- und Heizwärme nach innen, wobei das Sonnenlicht ungehindert einfallen kann. Sonnenschutzgläser sind kein Ersatz für Beschattungen, sind kein energiesparendes Element und bieten Pflanzen zu wenig Licht.

In diesem Zusammenhang spielt auch der G-Wert eine grosse Rolle. Er bestimmt den prozentualen Anteil der Sonnenenergie, der von aussen nach innen geht. So erzielt Glas bei Sonneneinstrahlung beachtliche Energiegewinne, wenn das Sonnenlicht innen auf eine Fläche, auf Möbel oder auf den Fussboden trifft. Hier wird das kurzwellige Sonnenlichtfrequenzsprektrum in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt, die dann das Glas nach aussen nicht mehr durchdringen kann. Der Energiespargewinn ist enorm wichtig. Diese Eigenschaft ist im Frühjahr, Herbst und Winter erwünscht., in den Sommermonaten kann dagegen ein extremes Aufheizen zur Qual werden. In dieser Zeit helfen nur gezielte Massnahmen, wie das Anbringen einer guten Beschattung und einer effektiven Entlüftung.

Beschattungen sollten einen Z-Faktor von ca. 0,4 oder weniger aufweisen, für Lüftungen sollte ein 6 bis 8-facher Luftwechsel pro Stunde vorgesehen werden. Sind diese Bedingungen erfüllt, kann die Temperatur auf ein erträgliches Mass gedrückt werden. Eine Kühlung sollte wegen der zu hohen Energiekosten vermieden werden und ist auch nicht notwendig.

K-Wert: Gibt Auskunft über die Wärmemenge, die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen m2 eines Bauteils abwandert und verloren geht.
G-Wert: Ist der prozentuale Anteil der Sonnenenergie, der von aussen nach innen geht.
Z-Wert (Z-Faktor): =Abminderungsfaktor der Beschattung. Der Wert 0,25 sagt aus, dass noch 25% der Sonnenenergie ins Innere eindringen können. Der Z-Wert sollte 0,4 nicht überschreiten.

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